CONCERTO CON ANIMA

Das Ensemble Concerto con Anima gibt es zwar erst seit 2007, aber eigentlich existiert das Orchester schon seit 1991. Unter dem Namen Johann Christian Bach-Akademie begann durch kontinuierliche und konzentrierte Arbeit eine Entwicklung hin zu einem homogenen Klangkörper mit einem starken Eigenprofil. Noch heute ist eines der hervorstechendsten Merkmale von Concerto con Anima die Fähigkeit, stilgerechte Artikulation mit subtiler Kantabilität zu verbinden, was speziell für eine wirklich adäquate Interpretation der Frühklassik und Klassik unabdingbar ist.
Die Pflege eines im Konzertbetrieb fest verankerten Repertoires versteht Concerto con Anima genauso als Teil seiner Arbeit wie die Wiederaufführung von Werken, die auf heutigen Konzertprogrammen nur selten oder überhaupt nicht mehr zu finden sind. Bekannt und vielgefragt ist das Ensemble auch wegen seiner perfekten und sensiblen Begleitung von Chören und Solisten. Etliche CD-Aufnahmen stellen dies eindrucksvoll unter Beweis.

Immer wieder spielt Concerto con Anima sämtliche großen Chorwerke Bachs. 2002 trat die Kammerbesetzung des Ensembles auf Einladung des Deutschen Musikrates beim größten südamerikanischen Barockfestival in Bolivien in vier Konzerten auf. 2005 spielte das Orchester u.a. beim Festival "La Folle Journée" in Nantes Beethovens "Missa Solemnis", in Hamburg an St. Michaelis Mendelssohns "Paulus". Ebenfalls 2005 nahm das Ensemble mit dem Organisten Johannes Geffert die Orgelkonzerte Carl Philipp Emanuel Bachs auf.
Alle Mitglieder von Concerto con Anima können auf jahrelange Erfahrungen in deutschen und europäischen Spitzenensembles zurückblicken. Jeder der Musiker widmet sich zusätzlich intensiv kammermusikalischen Aktivitäten. Dadurch gewinnt das Orchester ein Höchstmaß an individuellem Anspruch bezüglich instrumentaler Perfektion, Flexibilität und Spielfreude.

Der Wunsch, das Repertoire auch über die barocke und klassische Epoche hinaus zu öffnen, machte 2007 die Namensänderung notwendig. Nun werden auch Projekte mit Kompositionen bis ins heutige Jahrhundert möglich und mit dem jeweils passenden Instrumentarium verwirklicht.
Nach wie vor ist die langjährige Erfahrung Ingeborg Scheerers im Bereich der Alten Musik als Konzertmeisterin von Orchestern wie eben der Johann Christian Bach-Akademie oder La Stagione Frankfurt sowie als Kammermusikerin bei Camerata Köln und als Primaria im 2004 gegründeten Pleyel Quartett Köln tragendes Element des Ensembles.




Thornhill, Siri
Giovani del Coro