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Kölner Philharmonie
Netzwerk Kölner Chöre gemeinsam mit KölnMusik Kölner Chorkonzerte 5
RABIH LAHOUD: "JOSEPH-LAMENTO" (Uraufführung) Kantate für Soli, Chor und Orchester, inspiriert durch ein Gedicht von Mahmoud Darwish GEORG FRIEDRICH HÄNDEL: "ISRAEL IN EGYPT" Oratorium für Soli, Chor und Orchester HWV 54
Sonntag, 27. März 2011 11 Uhr Kölner Philharmonie
Ausführende: Meike Leluschko und Olivia Vermeulen, Sopran; Gerhild Romberger, Alt; Ulrich Cordes, Tenor; Rabih Lahoud, Bariton (UA); Erik Sohn und Thomas Bonni, Bass; Chor des Bach-Vereins Köln; Jugendchor der Ev. Lukaskirche Bonn; Concerto con Anima (Konzertmeisterin: Ingeborg Scheerer); Thomas Neuhoff, Dirigent
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Trinitatiskirche Köln
"VON DER FREIHEIT MUSS MAN SINGEN" Händels Oratorium "Israel in Egypt" und seine Bedeutung für Unterdrückte in unserer Zeit
Mittwoch, 23. März 2011 19 Uhr Trinitatiskirche Köln
In Zusammenarbeit mit der Melanchthon-Akademie und der Karl Rahner Akademie Köln
Mit Dr. Rainer Stuhlmann, Theologe; Dogan Akhanli, Autor; Kerstin Baldauf, Rezitation; Annett Reischert-Bruckmann und Judith Schröder, Sopran; Doris Brinkmann, Mezzosopran; Joshua Gehlen, Alt; Markus Petermann, Tenor; Chor des Bach-Vereins Köln; Daniel Spaw, Orgel; Thomas Neuhoff, Leitung
Thomas Neuhoff und sein Chor stellen anhand einiger Musikbeispiele Händels Oratorium vor; der Theologe Dr. Rainer Stuhlmann reflektiert über den Begriff der Freiheit aus theologischer Sicht. Der türkisch-deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli, der im August in der Türkei unter fadenscheinigen Gründen festgenommen wurde, wird bei dieser Veranstaltung wie geplant anwesend sein und über Verfolgung und Gefangenschaft, und - glücklicherweise - auch über Freiheit sprechen.
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Der deutsch-türkische Schriftsteller Doğan Akhanlı, mit dem der Bach-Verein Köln 2009 im Rahmenprogramm rund um unser Konzertprojekt "Michael Tippett 'A Child of Our Time' / Frank Martin: 'In Terra Pax'" Führungen und Lesungen veranstaltet hat und dessen Mitwirkung auch bei unserer nächsten Einführungsveranstaltung mit dem Titel "Von der Freiheit muss man singen" zu Händels Oratorium "Israel in Egypt" vorgesehen ist, ist bei der Einreise in die Türkei im August 2010 unter fadenscheinigen Gründen verhaftet worden und war fünf Monate in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Akhanlı sei 1989 an einem Raubüberfall beteiligt gewesen. Neben Raub und Totschlag legt die türkische Staatsanwaltschaft dem deutschen Autor Doğan Akhanlı auch ein politisch motiviertes Verbrechen zur Last. In der Anklageschrift wird Akhanlı ein bewaffneter Umsturzversuch vorgeworfen, der nach dem türkischen Strafgesetzbuch mit einer lebenslangen Gefängnisstrafe geahndet wird. Kritiker sprechen von einem politischen Racheakt. Sämtliche Zeugen, auf die sich die Staatsanwaltschaft berief, haben inzwischen ihre Aussagen, die sie vor Jahren gemacht haben und in denen sie Akhanlı belasteten, mit dem Hinweis, sie seien unter Folter zustande gekommen, widerrufen. Zahlreiche Gruppen und Künstler legten gegen die Festnahme Protest ein. Auch der Bach-Verein Köln gehörte dazu und nahm u.a. im September an einer Solidaritätsveranstaltung im Arkadas-Theater in Köln-Ehrenfeld teil.
Am 8. Dezember 2010, dem Tag, an dem sein Prozess in Istanbul begann, ist Akhanlı aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Ein dringender Tatverdacht sei nicht gegeben, so das Gericht. Unter www.gerechtigkeit-fuer-dogan-akhanli.de erhalten Sie aktuelle Informationen rund um die Inhaftierung des Schriftstellers.
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Presse-Echo zur Einführungsveranstaltung
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