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Post, Andreas

Der Tenor Andreas Post wird besonders für seine stimmschönen und eindringlichen Interpretationen der großen Evangelistenpartien von Johann Sebastian Bach geschätzt. Seine Konzerttätigkeit führt ihn regelmäßig auch ins Ausland, wobei vor allem Frankreich, Belgien, Luxemburg, die Niederlande, England, Italien, Skandinavien sowie Israel, Mazedonien, Südafrika und Singapur zu nennen sind. Er arbeitet mit Dirigenten wie Helmuth Rilling, Philippe Herreweghe, Ludger Rémy, Jos van Veldhoven, Enoch zu Guttenberg, Jan Willem de Vriend, Michael Hofstetter und Hermann Max sowie mit Ensembles wie Concerto con Anima, Les Amis de Philippe, Combattimento Consort Amsterdam, Hannoversche Hofkapelle, Musica Alta Ripa, Collegium Vocale Gent, Monteverdichor Hamburg, Nederlandse Bachvereniging und Orchester der Klangverwaltung. Mit dem Europäischen Barockorchester La Chardon spielte er kürzlich eine Solo-CD mit Arien von J. S. Bach, C.P.E Bach, G. Ph. Telemann und R. Keiser ein, die in 2013 veröffentlicht wurde.

Andreas Post ist ein gern gesehener Gast der Telemannfesttage Magdeburg, Musikfestspiele Dresden, Tage Alter Musik Regensburg, Ludwigsburger Schlossfestspiele sowie des Mozartfests Augsburg. Des Weiteren war er bei den Händel-Festspielen Halle und dem Festival van Vlaanderen in Brügge zu hören.

Auf der Opernbühne gestaltete er den Astromonte in der wiederentdeckten Oper "Der Stein der Weisen", an der unter anderem auch Mozart komponierte, "Belsazar" in Amsterdam im Rahmen einer Koproduktion mit dem Festival Düsseldorfer Altstadt Herbst, Ottone in Monteverdis "Die Krönung der Poppea" mit La Stagione Frankfurt unter Michael Schneider, Palemone in Josef Schusters wiederentdeckter Oper "Amor e Psiche", Pedrillo in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", einer Koproduktion des Göttinger Sinfonieorchesters und des Deutschen Theaters Göttingen, Tamino in "Die Zauberflöte" bei den Festspielen Gut Immling 2008, Uriel in einer szenischen Umsetzung von Haydns Oratorium "Die Schöpfung" anlässlich des 300. Jubiläums der Stadt Ludwigsburg sowie die Partien des Alfred in die "Fledermaus" als auch des Macheath in Pepuschs "The Beggar’s Opera" in der Bearbeitung von B. Britten. 2012 wirkte er bei den Tagen Alter Musik Regensburg erneut in einer Oper von Josef Schuster mit in der Partie des Conte Belsospiro in "Il marito indolento". Bei den Internationalen Herrenchiemsee Festpielen 2013 gab Andreas Post sein Rollendebüt als Tanzmeister in "Ariadne auf Naxos" unter Ljubka Biagioni.

In Opern-CD-Produktionen ist er u.a. als Varo in Glucks "Ezio" und in der Titelpartie der Oper "Demofoonte" von Joseph Schuster zu hören.

Sein besonderes Engagement gilt dem Kunstlied, dem er sich gemeinsam mit der Pianistin und Liedbegleiterin Tatjana Dravenau intensiv widmet. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit sind drei Solo-CDs erschienen, zuletzt "Die schöne Müllerin" von Franz Schubert. Das zeitgenössische Liedrepertoire erarbeitet Andreas Post mit Axel Bauni, mit dem er Lieder von Reimann und Rihm beim Kissinger Sommer zur Uraufführung brachte. 2011 gestaltete er ebenfalls dort die Uraufführung des Rilke-Zyklus "Dir zur Feier" von M. Trojahn mit dem Pianisten Jan Philip Schulze.

Andreas Post begann seine Gesangsausbildung bei Alastair Thompson und absolvierte darauffolgend sein Studium in der Klasse von Prof. Ks. Soto Papoulkas an der Folkwang-Hochschule in Essen. Sein Konzertexamen bestand er mit Auszeichnung. Er ist Preisträger des 11. Internationalen Bach-Wettbewerbs Leipzig und Stipendiat des Kölner Richard Wagner Verbandes sowie der Deutschen Schubert Gesellschaft. Letztere ermöglichte ihm Unterricht in Liedgestaltung bei Norman Shetler.

Mit dem Bach-Verein Köln musizierte er zuletzt 2008 bei den beiden Aufführungen der Marienvesper von Claudio Monteverdi in St. Maria im Kapitol Köln, in der Abteikirche Maria Laach sowie 2012 als Evangelist in Bachs "Johannespassion".