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Schülerprojekt 2007

"Es ist keine schlechte Sache, wenn ein Künstler versucht, allen möglichen Leuten dienlich zu sein. Darum bereitet es mir persönlich Vergnügen, Stücke für besondere Anlässe zu schreiben – Musik für Kinder oder Amateure ... und zu versuchen, in diese beschränkten Gefäße meinen besten Wein zu gießen." (Benjamin Britten, 1952)

Britten: Noah und die Flut

Mit diesem Projekt "Noah und die Flut" von Benjamin Britten (deutsche Version) wandte sich der Philharmonische Chor Bonn und der Bach-Verein Köln an Kinder und Jugendliche. Sie sollten nicht nur als Zuhörer, sondern als aktive Mitwirkende beteiligt werden.

Die etwa 50-minütige Kirchenoper von Benjamin Britten (1913-1976) ist im Stil eines mittelalterlichen Mysterienspiels geschrieben und als pädagogisches Projekt für musikalische Arbeit mit Kindern konzipiert (Uraufführung 1958). Mit einfachen Mitteln wird hier die biblische Geschichte von der großen Flut für ein breites Publikum erzählt, wobei agierende Kinder im Mittelpunkt stehen.
Kreatives Musizieren mit Kindern war ein Schwerpunkt im Schaffen Brittens, der als der bedeutendste englische Komponist des 20. Jahrhunderts gilt. In "Noah und die Flut" bietet Britten jugendlichen MusikerInnen die Möglichkeit, ihre unterschiedlichen Entwicklungsstufen im instrumentalen Spiel und im Gesang zu einem Ganzen zusammenzufügen und dabei mit Profis zusammenzuarbeiten. Die Rollen des Noah und seiner Frau hat er für erfahrene Opernsänger geschrieben, daneben gibt es zahlreiche Partien für singende Kinder: Noahs Familie wird von Kinderchor-Solisten dargestellt, die zahlreichen Tiere vom großen Kinderchor (mit Tier-Masken). Das Orchester erfordert neben einem professionellen Ensemble mehrere Instrumentengruppen spielender Kinder: Blockflöten, Trompeten und Streicher, dazu ein höchst einfallsreich besetztes Schlagwerk, in dem etwa die Regentropfen durch (mit Holzlöffeln angeschlagene) aufgehängte Tassen und Trinkbecher imitiert werden.

Der Bach-Verein Köln und der Philharmonische Chor Bonn wandte sich mit dem Projekt "Noah und die Flut" an SchülerInnen und MusiklehrerInnen im Raum Köln/Bonn und animierte sie zum aktiven Mitwirken.
Ziel der Produktion war die musikalische Nachwuchsförderung, das praktische Heranführen an Chorgesang und Theaterspiel! Aber auch nur einfaches Zuhören und Zuschauen kann für Kinder sehr inspirierend sein.

Möglichkeiten der Beteiligung

  • passiv: Besuch einer Vorführung der kompletten Produktion
  • halb-aktiv: durch Vorbereitung einfacher Lieder zum Mitsingen während der Aufführung
  • aktiv musikalisch (1): durch Gestaltung der Tier-Rollen (einfache Gesangspartie, einstimmig)
  • aktiv musikalisch (2): für Musikschulen durch Übernahme einzelner Instrumental/Chorpartien
  • ergänzend dazu im Fach Kunsterziehung: Möglichkeit handwerklicher Mitarbeit an Bühnenbild/Kostümen/Masken

Ausführende

Erik Sohn, Bariton (Noah)
Ilse Hirschner, Mezzosopran (Noahs Frau)
Ludwig Egener, Sprecher (Stimme Gottes)
Solisten des Kinderchores der Lukaskirche Bonn (Noahs Kinder)

Kinderchöre der Carl Stamitz Musikschule Köln-Porz, der Europaschule Kerpen, der Carl-Orff-Schule Hürth und der Wendelinus-Grundschule Bornheim-Sechtem
Kammerchor des Bach-Vereins Köln

Instrumentalensembles der Rheinischen Musikschule Köln
Kammerorchester des Bach-Vereins Köln

Heike Heinen (Regie)

Thomas Neuhoff (Dirigent)

Aufführungen

  • Sonntag, 28. April 2007: Lutherkirche/Südstadt Köln (zwei Aufführungen)

Pressestimmen

" ... Beim Schlussgesang geben die jungen Künstler noch einmal alles. Das Halleluja schallt durch die Lutherkirche, Zebra, Löwe, Pferd, Hund und Federvieh sind gerettet - die Arche Noah hat die Flut überstanden, und Mensch und Tier haben endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Bereits zum zehnten Mal hatte der Bach-Verein Köln zur Aufführung der Kinderoper "Noah und die Flut" eingeladen. Doch von gelangweilter Routine war nichts zu spüren. Das ist nicht verwunderlich, denn auch diesmal standen einige der beteiligten Kinder zum allerersten Mal auf einer Bühne ..." [erschienen in: Kölnische Rundschau, 03.05.2007, Rubrik: Stadtteile Süd]