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Hauskonzerte

Der Bach-Verein Köln bietet zahlreiche kammermusikalische Programme für Ihre privaten Feiern an, z.B. Liederabende zu thematischen Schwerpunkten oder Komponistenporträts mit Thomas Neuhoff und dem Vokalensemble des Bach-Vereins Köln.

Wenn Sie Interesse bzw. Fragen haben, senden Sie eine Mail an info@bach-verein.de - oder sprechen Sie uns einfach nach einem unserer Konzerte an.

Unser aktuelles Programm:

Bach privat

"Da die Gesellschaft aus lauter Cantoren, Organisten und Stadtmusikanten bestand, die sämmtlich mit der Kirche zu thun hatten,
und es überhaupt damahls noch eine Gewohnheit war, alle Dinge mit Religion anzufangen, so wurde, wenn sie versammelt waren, zuerst ein Choral angestimmt. Von diesem andächtigen Anfang gingen sie zu Scherzen über, die häufi g sehr gegen denselben abstachen. Sie sangen nemlich nun Volkslieder, theils von possierlichem, theils auch von schlüpfrigem Inhalt zugleich miteinander aus dem Stegreif so, daß zwar die verschiedenen extemporierten Stimmen eine Art von Harmonie ausmachten, die Texte aber in jeder Stimme andern Inhalts waren. Sie nannten diese Art von extemporierter Zusammenstimmung Quodlibet, und konnten nicht nur selbst recht von gantzem Herzen dabey lachen, sondern erregten auch ein eben so herzliches und unwiderstehliches Lachen bey jedem, der sie hörte." (Johann Nikolaus Forkel, 1802)


So beschreibt der erste Bach-Biograf Johann Nikolaus Forkel im Jahre 1802 den Ablauf jener – nach Beschreibungen der Bach-Söhne – jährlich in Erfurt, Eisenach oder Arnstadt veranstalteten Treffen der Großfamilie Bach, die wahrlich kleinen Musikfesten geglichen haben müssen. Lassen Sie uns gemeinsam dem Verlauf und der Freude dieser wohl einzigartigen Familienzusammenkünfte mit unserem Programm "Bach privat – Hausmusik bei Joh. Seb. Bach" nachspüren. Neben bekannten Liedern aus dem "Notenbüchlein der
Anna Magdalena Bach" wie "Bist du bei mir", "Willst du dein Herz mir schenken" und der kleinen Arie von der "Tobackspfeife" BWV 515a erklingt in diesem Hauskonzert auch das Quodlibet für vier Singstimmen BWV 524, in dem sich aus einem musikalischen Scherz ein albernes Musizieren entwickelt, das auch einiges aus dem Privatleben der Familie Bach durchsickern lässt ... Dazu werden in Auszügen Briefe des Thomaskantors und Familienvaters zitiert.

Vier Gesangssolisten
Zwei Rezitatoren
Thomas Neuhoff als Moderator und Cembalist

Benötigtes Instrumentarium:
Ein Cembalo (kann gemietet werden)

Händel - Ein europäischer Komponist

"Die herausragende Rolle, die Shakespeare im Bereich der Dichtung, Michelangelo in der Bildhauerei und Malerei zukommt, kann Händel mit vollem Recht in der Schwesterkunstm für sich beanspruchen; er ist der Fürst der Musiker. Händels Verdienst ist grenzenlos; es gilt weltweit, so dass man ihn als den großen Musiker des Universums bezeichnen kann." (zitiert nach Christopher Hogwood)

Er gilt als einer der Größten der europäischen Musikgeschichte - und er war schon zu seiner Zeit ein echter Europäer. Georg Friedrich Händel, dessen Todestag sich am 14. April 2009 zum 250. Male jährt, wurde 1685 in Halle an der Saale geboren und machte bereits als Knabe wegen seiner außergewöhnlichen musikalischen Begabung von sich reden. Durch den Organisten der halleschen Marktkirche, Friedrich Wilhelm Zachow, wurde ihm eine weltoff eine musikalische Ausbildung zuteil, die es Händel später mühelos ermöglichte, sich auf die jeweiligen nationalen stilistischen Besonderheiten seines Heimatlandes Deutschland, seines von ihm zur musikalischen Weiterbildung bereisten Gastlandes Italien sowie schließlich seiner Wahlheimat England einzustellen und sie in eigenen Kompositionen aufzugreifen. Deutsche Arien, die englische Klangpracht verinnerlichende oratorische Chorsätze und italienische Opernszenen:

In seiner Hommage an Georg Friedrich Händel präsentiert der Bach-Verein Köln Werke, die Händels Musik als eindrucksvolle Synthese verschiedener europäischer Musikentwicklungen erstrahlen lassen.

Vier bis sechs Gesangssolisten
Zwei Instrumentalisten

Benötigtes Instrumentarium:
Ein Cembalo (kann gemietet werden)

Der heitere Mozart

Eine Soiree im Hause Jacquin

„Liebster Freund, ich muß ihnen aufrichtig gestehen, daß [...] ich mich noch recht sehr wieder nach Wien sehne; und glauben sie mir, der hauptgegenstand davon ist gewis ihr Haus – wenn ich bedenke, daß ich nach meiner zurückkunft nur eine kurze Zeit noch das Vergnügen genüssen kann in ihrer werthen gesellschaft zu seyn, und dann auf so lange – und vielleicht auf immer dieses Vergnügen werde entbehren müssen – dann fühle ich erst ganz die freundschaft und Achtung welche ich gegen ihr ganzes Haus hege; Nun leben sie wohl liebster freund, liebster HinkitiHonky! – das ist ihr Name, daß sie es wissen, wir haben uns allen auf unsere Reise Nämen erfunden.“ (Wolfgang Amadeus Mozart an Gott fried von Jacquin, 1787 aus Prag)

Mozarts Briefe sind mitunter von überschwänglichem Humor und ausschweifender Fantasie, bisweilen nicht nur albern, sondern sogar ein wenig frivol. Unser Hauskonzert mit dem Titel "Der heitere Mozart - Eine Soiree im Haus Jacquin" bietet einige ausgewählte Kostproben, darunter natürlich einen der berühmt-berüchtigten "Bäsle-Briefe". Außerdem steht gesellige Musik auf dem Programm, die Wolfgang Amadeus für die wöchentlich im intimen Rahmen stattfindenden und oft wohl sehr heiteren Zusammenkünfte seines Freundes- und Schülerkreises im Haus des Wiener Botanikers Nikolaus von Jacquin schrieb, darunter z.B. das "Bandl-Terzett" KV 441 und der vierstimmige "Freystädtler-Kanon" KV 232. Von ganz besonderem Reiz sind die "Notturni" KV 346, 436-439, 549 für drei Singstimmen mit Begleitung. Heitere Szenen aus berühmten Opern Wolfgang Amadeus Mozarts runden dieses Programm ab.

Drei bis fünf Gesangssolisten
Zwei Rezitatoren
Thomas Neuhoff als Moderator und Pianist

Benötigtes Instrumentarium:
Ein Flügel oder Klavier

Eichendorff-Vertonungen

"Du kennst mich wohl vom hohen Stein/ Schaut still mein Schloß tief in den Rhein. / Es ist schon spät, es ist schon kalt / Kommst nimmermehr aus diesem Wald‘, so schreibt es Eichendorff in seinem ‚Waldesgespräch‘ – so spricht es die Verführerin und Männer-Vernichterin, die ‚schöne Braut‘ Lorelei. All diese romantischen emotionalen Schwankungen haben gerade Komponisten wie Schumann – der sich auch selbst im Rhein ertränken wollte – oder Mendelssohn, der wusste, dass ihm nicht viel Zeit blieb, besonders angezogen." (Michael Schade, deutsch-kanadischer Tenor)

Beim Lesen Eichendorff ’scher Lyrik vermeint man den Klang seiner Worte gleichsam als Melodie herauszuhören. So verwundert es nicht, dass gerade seine Gedichte bei deutschen Komponisten überaus beliebt waren und zur musikalischen Umsetzung geradezu einluden. Zu den wichtigsten Eichendorff-Vertonungen überhaupt gehört der zwölf Stücke umfassende Liederkreis op. 39 von Robert Schumann, den der Komponist selbst als sein "allerromantischstes" Werk bezeichnete. Diese Musik, von der der 1788 geborene Lyriker wiederum schwärmte, Schumann habe diesen seinen Dichtungen "erst Leben gegeben", wirkt mit dem, was Eichendorff's ureigene lyrische Sprache ausmacht: nämlich ein zuweilen voller, mal verhaltener und mal überschwänglicher Klang als Ausdrucksmitt el schwärmerischer Gefühle.
Vielleicht war es gerade seine extreme psychische Sensibilität, die auch Hugo Wolf für die Eichendorff ’sche Lyrik so empfänglich machte. Wolf führte das Klavierlied von der ästhetischen Schönheit weiter zu einer dramatischen Verlebendigung und poetischen Vertiefung. Auch Felix Mendelssohn setzte Eichendorff's spätromantische Naturpoesie in ihrem hintergründigen und vielschichtigen Gehalt um und erzeugte Stimmungsbilder, die ein eindringliches Bild der Seele vermitteln.
Höchst emotional wird es also zugehen, wenn Vertonungen der großen Romantiker Robert Schumann, Felix Mendelssohn und Hugo Wolf von Gedichten des nicht minder bedeutenden Romantikers Joseph von Eichendorff erklingen.

Zwei Gesangssolisten
Zwei Rezitatoren
Thomas Neuhoff als Pianist

Benötigtes Instrumentarium:
Ein Flügel oder Klavier

Im Hause Mendelssohns

"Des Sonntags Abends pflegte sich jetzt der größere Kreis im Mendelssohnschen Hause zu versammeln, der sich im Sommer halb im off enen Gartensaale, halb im parkartigen Garten einrichtete ... Hier wie im Wintersalon waren aber Clavierspiel und Gesang das Bindemitt el der Geselligkeit." (Eduard Devrient)

Abraham Mendelssohn, Vater von Fanny und Felix, rief im Jahre 1823 die so genannten "Sonntagsmusiken" ins Leben, u. a. um seinen Kindern eine Plattform zu bieten, sich einem illustren Kreis als Pianisten bzw. Komponisten vorstellen zu können. Gleichzeitig ermöglichten die allwöchentlichen Veranstaltungen die Begegnung mit einheimischen, aber auch auswärtigen Künstlern. Diese Soireen bildeten zugleich das musikalische Gegenstück zu den zahlreichen literarischen Salons, mit denen Persönlichkeiten wie Henriette Herz oder Rahel Varnhagen das kulturelle Leben im Berlin des 19. Jahrhunderts prägten.

Dieser Tradition folgt der Bach-Verein Köln in seiner Soiree mit Brieflesungen und Hausmusik für Singstimmen und Klavier von Fanny Mendelssohn Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy – jenen zeit ihres Lebens eng miteinander verbundenen Geschwistern, in deren Kompositionen sich ihr gemeinsames Lebensgefühl, nämlich die Sehnsucht nach Harmonie und Schönheit, auf wunderbare Weise offenbart.

Zwei bis vier Gesangssolisten
Zwei Rezitatoren
Thomas Neuhoff als Pianist

Benötigtes Instrumentarium:
Ein Flügel oder Klavier

Schumanns Liebesfrühling

"Ich möchte meiner Frau an ihrem Geburtstag, der Mitte September fällt, eine kleine Freude bereiten mit Folgendem: Wir haben zusammen eine Anzahl Rückertscher Lieder componiert, die sich wie Fragen aufeinander beziehen. Diese Sammlung hätt e ich nun gern an jenem Tag gedruckt beschert. Ist es Ihnen nun möglich, das Heft bis zu jener Zeit fertig zu bringen? Ich denke mir, die Lieder müssen Interesse erregen: auch sind sie fast durchgängig leicht und einfach gehalten, und recht mit Lust und Liebe geschrieben."
(Robert Schumann an den Verlag Breitkopf & Härtel, 1841)


Robert Schumann fiel Friedrich Rückerts Zyklus "Liebesfrühling" wenige Monate nach seiner Trauung mit Clara Wieck in die Hände. Diese die Wonnen des Ehestands verherrlichende Gedichtsammlung animierte den frisch Vermählten dazu, zusammen mit seiner jungen Ehefrau einen Band mit Liedern herauszugeben. Auf Drängen ihres Mannes vertonte Clara – trotz ihrer stets herabsetzenden Bemerkungen über die eigenen (kompositorischen) Fähigkeiten – vier Rückert- Gedichte und überreichte sie Robert an seinem Geburtstag, dem 8. Juni 1841. Drei wurden ausgewählt und zusammen mit seinen Vertonungen von neun Rückert-Gedichten tatsächlich noch rechtzeitig zu ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag am 13. September 1841 veröffentlicht. Der letztlich unter Robert Schumanns Namen erschienene Zyklus op. 37 ist als Dialog für eine Frauen- und eine Männerstimme angelegt und enthält neben neun Sololiedern auch drei Duette von ganz besonderem Reiz. Neben der vollständigen musikalischen Wiedergabe des Zyklus enthält das Programm Lesungen aus Roberts Erinnerungen, seinem Briefwechsel mit Clara sowie aus dem Ehetagebuch der beiden, die en détail Aufschluss über die Entstehung dieser wunderbaren schumannschen Gemeinschaftsproduktion geben.

Zwei Gesangssolisten
Zwei Rezitatoren
Thomas Neuhoff als Pianist

Benötigtes Instrumentarium:
Ein Flügel oder Klavier

Brahms in Liedern und Briefen

"Ich will gestehen, dass ich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal gelächelt habe beim Anblick eines gedruckten Werkes – von mir. Übrigens möchte ich doch riskieren, ein Esel zu heißen, wenn unsere Liebeslieder nicht einigen Leute Freude machen …" (Brahms an seinen Verleger Simrock, 1868)

Johannes Brahms – Ein Leben in Liedern und Briefen: Unter diesem Motto werden verschiedene Lebensstationen des gebürtigen Hamburgers von Bonn und Düsseldorf über Hamburg, Wien und (aus Anlass der Beerdigung Clara Schumanns im Jahre 1896) wieder zurück nach Bonn musikalisch und literarisch nachgezeichnet.

Auf dem Programm dieses reizvollen biografischen Kaleidoskops stehen neben einigen Volks- und Sololiedern u. a. als Rarität die Gesänge für drei Frauenstimmen op. 17 sowie eine Auswahl der "Liebesliederwalzer" für vier Singstimmen und Klavier zu vier Händen op. 52. In diesen heiter-amourösen musikalischen Episoden nach Texten von Georg Friedrich Daumer gelingt es dem Liebenden zwar nicht immer, von der Angebeteten erhört zu werden. Dafür weiß Brahms aber aus dem Schmachten, Klagen und Sehnen seiner Helden umso expressivere Melodien zu schaff en. Umrahmt werden diese romantischen Kleinode von Rezitationen aus ausgewählten Briefen, die u. a. Aufschluss über den Verlauf der sehr ungewöhnlichen Beziehung zwischen der mit Robert Schumann vermählten Clara und dem zeit seines Lebens Junggeselle gebliebenen Johannes Brahms geben.

Sechs Gesangssolisten
Zwei Rezitatoren
Thomas Neuhoff als Moderator und Pianist

Benötigtes Instrumentarium:
Ein Flügel oder Klavier

Musikalisch-literarische Rheinreise

"Wer sollte dich nicht ehren, nicht deinen Ruhm begehren, o Heimat hold und traut!
Wo stolze Burgen thronen, wo treue Menschen wohnen, wo Sangeslust so laut:
Da muss am schönen grünen Rhein, ein Leben voller Wonne sein"

(Charles Nuitter / Jacques Offenbach: "Vaterlandslied")

Von den Quellen des Rheins bis nach Köln: Mit einer musikalisch-literarischen Rheinreise erweist der Bach-Verein Köln dem sagenumwobenen heimatlichen Strom seine Reverenz. Bereits vor rund 200 Jahren erlebte die Rheinromantik ihren ersten Höhepunkt und es entstand ein regelrechtes Genre, von dem einige Werke bis heute populär sind. Aber auch jenseits der Loreley gibt es einiges zu entdecken.
Auf dem Programm steht Musik von Robert und Clara Schumann, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy, Friedrich Silcher, Franz Liszt und Richard Wagner. Auch Johann Wolfgang von Goethe, Joseph von Eichendorff, Clemens Brentano und Heinrich Heine wussten in ihrer Lyrik von den Schönheiten ebenso wie den Gefahren und Tücken des Rheins zu erzählen. Es geht also nicht nur lieblich und beschaulich, sondern durchaus auch dramatisch zu ...

Vier Gesangssolisten
Zwei Rezitatoren
Thomas Neuhoff als Moderator und Pianist

Benötigtes Instrumentarium:
Ein Flügel oder Klavier

Verdi - Roman der Oper

"Die Sendung Verdis war es, die traditionelle Oper, die Oper an sich, das Werk des Gesangs zu retten und ihre Entwicklung für die Zukunft zu sichern. Seinem Genius hatte die Geschichte die schwere Doppelaufgabe anvertraut, die alte leer gewordene Form zu wahren, sie der Menschen-Wahrheit zu versöhnen und dennoch nicht an das musikalische Drama des Nordens zu verraten."
(Franz Werfel: Verdi - Roman der Oper)

Vokalsolisten und Thomas Neuhoff am Klavier präsentieren einen musikalischen Querschnitt aus Verdis vielfältigem Opernschaffen, abgerundet mit Rezitationen aus Franz Werfels "Verdi - Roman der Oper" aus dem Jahr 1924.

rund zwölfköpfiges Ensemble
Zwei Rezitatoren
Thomas Neuhoff als Pianist

Benötigtes Instrumentarium:
Ein Flügel oder Klavier

Schönbergs Verein für musikal. Privataufführungen

Im Verein für musikalische Privataufführungen brachte Arnold Schönberg zwischen 1918 und 1921 eigene Werke und solche seiner Zeitgenossen zur Aufführung, um "Künstlern und Kunstfreunden eine wirkliche und genaue Kenntnis moderner Musik zu verschaffen". Die nicht-öffentlichen Konzerte fanden nur vor zahlenden Vereinsmitgliedern statt, wurden moderiert und es war durchaus üblich, Werke auch zweimal vorzutragen, um ein bessere Werkverständnis zu ermöglichen.

Unser Programm enthält Vokal- und Kammermusik: neben Schlüsselwerken erklingen auch Kompositionen von Schönberg auch Musik von Mahler, Zemlinsky, Webern und Berg.

Vier bis sechs Gesangssolisten
Zwei bis drei Instrumentalisten
Thomas Neuhoff als Moderator und Pianist

Benötigtes Instrumentarium:
Ein Flügel oder Klavier

Die verrückten Zwanziger

„Ich bin empört, denn unerhört ist dein Benehmen, du sollst dich schämen, mein lieber Hans.
Was machst du immer für beschuggene Figüren, was für Allüren hast du beim Tanz.
Bei jedem Shimmy, jedem Blues, tritt st du den Damen auf den Fuß,
was schwingst du so das rechte Bein, du bist doch nicht beim Turnverein.
Und glaubst du, dass du nobel tanzt, wenn du den Paso doble tanzt,
fängt die Musik zu trillern an, fängst du zu müllern an.“
(Fritz Löhner: „Was machst du mit dem Knie, lieber Hans“, 2. Strophe)

In den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erlebten Schlager und Tanz ihre erste Blütezeit. Nicht länger mehr konnte sich nur eine exklusive Schicht das "anrüchige" Vergnügen in exklusiven Lokalen leisten. Es kristallisierte sich nach langen Jahren von Krieg, Hunger und Infl ation allgemein eine neue Lust am Leben heraus.
In Tanzsälen, bei Tanztees am Nachmittag oder zu Hause zur Musik aus dem Grammophon oder aus dem Radio verstand man jetzt sein Leben neu zu genießen. Charleston, Shimmy und Black-Bott om hießen die angesagten "wilden" Tanzstile, die – wie auch die Schlager mit ihrem zum Teil frivolen Inhalt – vor allem die ältere Generation
schockierten. Diese vom Bach-Verein Köln präsentierte literarisch-musikalische Revue auf den Spuren der "Verrückten Zwanziger" eignet sich für kleinere Bühnen, die für den Auftritt von vier Tänzerinnen und einer Operettensängerin groß genug sind. Neben so bekannten Schlagern wie "Ausgerechnet Bananen" oder "Was machst du mit dem Knie, lieber Hans" von Fritz Löhner, einem der bedeutendsten Wegbereiter der deutschen Unterhaltungskultur überhaupt, kommen scharfzüngige Texte von Kurt Tucholsky, Erich Kästner & Co. zum Vortrag.

Zwölfköpfiges Ensemble
Thomas Neuhoff als Pianist

Benötigtes Instrumentarium:
Ein Flügel oder Klavier
Bühnenelemente
oder Vorhang