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Kölner Chor bot Klangfest in der Friedenskirche
[mamü) - Es war ein Insidertipp am Samstagnachmittag die Friedenskirche aufzusuchen, um dem gemischten Chor des Bach-Vereins Köln mit seinem Deutschland-Tournee-Programm zu lauschen. Es kamen viele Besucher, und der Gang in den Park hat sich gelohnt.
Neben dem Chor unter Leitung von Thomas Neuhoff trat die junge Organistin Mareile Schmidt mit brillantem Orgelspiel hervor, und der Bariton, Thomas Bonni, sang die vier ernsten Gesänge von Johannes Brahms. Zwei Orgelwerke strukturierten das Programm. Zu Beginn erklang die Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542 in geradezu erhellender Interpretation. Das hochmoderne Werk war besonders in der sehr rasch gespielten Fuge ein Kunstgenuss, der später mit Brahms' Präludium und Fuge g-Moll seine Fortsetzung fand. Die international viel gefragte Mareile Schmidt wurde im Literaturspiel der ihr entgegengebrachten Anerkennung voll gerecht. Mit den vier ernsten Gesängen von Brahms betraten die Solisten insofern Neuland, als dass sie nicht vom Klavier, sondern durch die Orgel Begleitung fanden. "Es geht den Menschen wie dem Vieh" und "O Tod, wie bitter bist du" nach alttestamentlichen Texten von Salomo und Jesus Sirach führten während des Vortrages zu bedrückender Nachdenklichkeit über Leben und Tod. Dem tiefen Ernst der Texte entsprach der Sänger mit wohlklingenden Tiefen und expressiver Gestaltung. Doch sollte eigentlich der Chor im Mittelpunkt stehen und diese Funktion erfüllte er auch.
Zwei der großen doppelchörigen Motetten Bachs, "Fürchte dich nicht, ich bin bei dir" und zum Ende "Singet dem Herrn ein neues Lied" rückten die Sänger in die Nähe des Rias-Kammerchores. Stimmlich ohne Schwankungen, textlich verständlich und in sehr guter dynamischer Abstufung, stellten sie beispielgebend Bachs Motettenkunst dar. Dass zu diesem Klangfest noch vom zweiten großen "B" des Nachmittags die sechsstimmige Motette "Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen" erschallte, war fast des Guten zu viel. Eine stringent durchgesetzte Werkauswahl, voll inhaltlicher Bezüge untereinander - das war eine besondere Rarität. [erschienen in: Märkische Allgemeine, 9.10.2007]
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Chorkonzert des Kölner Bach-Vereins in der Herderkirche
[Hans-Jürgen Thiers] - ... Thomas Neuhoff, der Dirigent des Kölner Bach-Verein-Chores, bewies sich schließlich in der Stadtkirche Weimar als exzellenter Chorleiter, auch chorischer Stimmerzieher, der die singfreudigen, musikalischen Chormitglieder zu einem klangüppigen, polyphone Linien wie homophone Sätze transparent ausführenden Ensemble zusammengeschweißt hat. Das Werk der Romantik schien für Leiter und Chormitglieder das Zentrum sängerischer Kultur zu sein. Dies stellten sie mit der ausdrucksstark durchgestalteten, von Stimmung durchwehten, im Forte wie im Piano ... immer angenehm gerundet klingenden Interpretation der Brahms-Motette "Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen" beeindruckend unter Beweis.
Ob die Beziehung zu Johann Sebastian Bach und seinen Motetten "Fürchte dich nicht" und "Singet dem Herrn" eine ebenso fundamentale ist, sei angezweifelt. Nichts gegen die technisch brillante, zügig deklamiert fließende Ausführung. Mitunter aber schien (bei allgemein forschem Tempo) mehr der Geist Mozarts im Raum zu schweben als der des Thomaskantors und seiner an Knabenchören geformten Bodenständigkeit. [erschienen in: Thüringische Landeszeitung, 5.10.2007]
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Presse-Echo
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