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„Liebster Freund, ich muß ihnen aufrichtig gestehen, daß [...] ich mich noch recht sehr wieder nach Wien sehne; und glauben sie mir, der hauptgegenstand davon ist gewis ihr Haus – wenn ich bedenke, daß ich nach meiner zurückkunft nur eine kurze Zeit noch das Vergnügen genüssen kann in ihrer werthen gesellschaft zu seyn, und dann auf so lange – und vielleicht auf immer dieses Vergnügen werde entbehren müssen – dann fühle ich erst ganz die freundschaft und Achtung welche ich gegen ihr ganzes Haus hege; Nun leben sie wohl liebster freund, liebster HinkitiHonky! – das ist ihr Name, daß sie es wissen, wir haben uns allen auf unsere Reise Nämen erfunden.“ (Wolfgang Amadeus Mozart an Gott fried von Jacquin, 1787 aus Prag)
Mozarts Briefe sind mitunter von überschwänglichem Humor und ausschweifender Fantasie, bisweilen nicht nur albern, sondern sogar ein wenig frivol. Unser Hauskonzert mit dem Titel "Der heitere Mozart – Eine Soiree im Hause Jacquin" bietet einige ausgewählte Kostproben, darunter natürlich einen der berühmt-berüchtigten "Bäsle-Briefe". Außerdem steht gesellige Musik auf dem Programm, die Wolfgang Amadeus für die wöchentlich im intimen Rahmen statt fi ndenden und oft wohl sehr heiteren Zusammenkünft e seines Freundes- und Schülerkreises im Hause des Wiener Botanikers Nikolaus von Jacquin schrieb, darunter z. B. das „Bandl-Terzett “ KV 441 und der vierstimmige "Freystädtler-Kanon" KV 232. Von ganz besonderem Reiz sind die "Nott urni" KV 346, 436–439, 549 für drei Singstimmen mit Begleitung. Heitere Szenen aus berühmten Opern Wolfgang Amadeus Mozarts runden dieses Programm ab.
Ausführende: Drei bis fünf Gesangssolisten Zwei Rezitatoren Thomas Neuhoff als Moderator und Pianist Benötigtes Instrumentarium: Ein Flügel oder Klavier
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