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„Ich bin empört, denn unerhört ist dein Benehmen, du sollst dich schämen, mein lieber Hans. Was machst du immer für beschuggene Figüren, was für Allüren hast du beim Tanz. Bei jedem Shimmy, jedem Blues, tritt st du den Damen auf den Fuß, was schwingst du so das rechte Bein, du bist doch nicht beim Turnverein. Und glaubst du, dass du nobel tanzt, wenn du den Paso doble tanzt, fängt die Musik zu trillern an, fängst du zu müllern an.“ (Fritz Löhner: „Was machst du mit dem Knie, lieber Hans“, 2. Strophe)
In den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erlebten Schlager und Tanz ihre erste Blütezeit. Nicht länger mehr konnte sich nur eine exklusive Schicht das "anrüchige" Vergnügen in exklusiven Lokalen leisten. Es kristallisierte sich nach langen Jahren von Krieg, Hunger und Infl ation allgemein eine neue Lust am Leben heraus. In Tanzsälen, bei Tanztees am Nachmittag oder zu Hause zur Musik aus dem Grammophon oder aus dem Radio verstand man jetzt sein Leben neu zu genießen. Charleston, Shimmy und Black-Bott om hießen die angesagten "wilden" Tanzstile, die – wie auch die Schlager mit ihrem zum Teil frivolen Inhalt – vor allem die ältere Generation schockierten. Diese vom Bach-Verein Köln präsentierte literarisch-musikalische Revue auf den Spuren der "Verrückten Zwanziger" eignet sich für kleinere Bühnen, die für den Auftritt von vier Tänzerinnen und einer Operettensängerin groß genug sind. Neben so bekannten Schlagern wie "Ausgerechnet Bananen" oder "Was machst du mit dem Knie, lieber Hans" von Fritz Löhner, einem der bedeutendsten Wegbereiter der deutschen Unterhaltungskultur überhaupt, kommen scharfzüngige Texte von Kurt Tucholsky, Erich Kästner & Co. zum Vortrag.
Ausführende: Zwölfköpfi ges Ensemble Thomas Neuhoff als Pianist Benötigtes Instrumentarium: Ein Flügel oder Klavier Bühnenelemente oder Vorhang
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