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Erstickte Stimmen

Samstag, 27. Januar 2018, 19 Uhr
Evangelische Christuskirche Andernach, Hochstraße 86, 56626 Andernach
in Kooperation mit der "Initiative Erinnern", dem Freundschaftskreis Dimona-Andernach, der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, dem Historischen Verein Andernach e.V., dem Rotary Club Neuwied-Andernach und der Stadt Andernach

Sonntag, 28. Januar 2018, 17 Uhr
Trinitatiskirche Köln
Chorkonzerte EXTRA Netzwerk Kölner Chöre

Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Erstickte Stimmen
Verfemte Musik im Nationalsozialismus

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
“Hör mein Bitten”, Hymne für Sopran, Chor und Orgel

Alexander (von) Zemlinsky (1871-1942)
Sonate für Violoncello und Klavier in a-Moll
1. Satz: "Mit Leidenschaft"

Franz Schreker (1878-1934)
“Zwei Lieder auf den Tod eines Kindes” op. 5

Walter Braunfels (1882-1954)
“Die Gott minnende Seele”, Liederzyklus für Sopran und Klavier nach Gedichten von Mechthild von Magdeburg op. 53

Darius Milhaud (1892-1974)
Sonatine für Flöte und Klavier op. 76
1. tendre (zart)
2. souple (weich)
3. clair (hell)

Viktor Ullmann (1898-1944)
Drei jiddische Frauenchöre a cappella
1. Jome, Jome
2. Du solst nischt gejn
3. Du Mejdele

Zwei chassidische Frauenchöre a cappella
1. Hal' a, jarden
2. Ura, ura, Jissrael

Zwei hebräische Chöre für gemischten Chor a cappella
1. Anu olim
2. Elijahu hanawi

Gideon Klein (1919-1945)
“Wiegenlied” aus Theresienstadt für Sopran und Klavier
"Bachuri Le'an Tisa" für Sopran und Frauenchor


Dana Marbach, Sopran
Diren Duran, Flöte
Sofia von Freydorf, Cello
Alina Gehlen, Orgel
Kammerchor des Bach-Vereins Köln
Thomas Neuhoff, Klavier und Leitung

Eintritt in Andernach frei
Karten für das Konzert in Köln zu € 12,-/ 6,- (erm.) an allen bekannten Vorverkaufsstellen, über www.kvs-tickets.de
Der Vorverkauf hat begonnen!

Hier steht der Flyer zum Konzert [1.485 KB] für Sie zum Download bereit!

"Diese Musik verdient nichts anderes, als um ihrer selbst willen gehört zu werden, als Teil der europäischen Musik. Sie muss sich messen mit allen anderen Komponisten, die ebenfalls nicht nach ihrer Herkunft gefragt werden." (Eliška Kleinová, Schwester des im KZ Fürstengrube umgekommenen Komponisten Gideon Klein)

Musik von jüdischen Komponisten wurde von den Nationalsozialisten als "entartet" bezeichnet und von den Spielplänen verbannt, meist mit nachhaltiger Wirkung. Selbst die Musik von Mendelssohn hatte über die Nazi-Herrschaft hinaus unter diesem Stigma zu leiden, allerdings weitaus weniger als die eines Franz Schreker oder Alexander von Zemlinsky. Darius Milhaud überlebte den NS-Terror im amerikanischen Exil. Walter Braunfels wurde 1933 als sogenannter "Halbjude" von seinem Posten als Direktor der Kölner Musikhochschule suspendiert und ging in die innere Emigration. Die im Rahmen dieses Programms zur Aufführung kommenden Werke von Viktor Ullmann und Gideon Klein entstanden im "Vorzeige"-Konzentrationslager Theresienstadt. Beide Musiker wurden von den Nationalsozialisten umgebracht.
Das Programm "Erstickte Stimmen", u.a. interpretiert von der israelischen Sopranistin Dana Marbach (Tel Aviv), widmet sich anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus jenen Komponisten, die im Dritten Reich nicht gespielt werden durften, und möchte zu ihrer Rehabilitation beitragen.

Rezension zum Konzert

Unter folgendem Link http://kirche-koeln.de/artikel/5185-%84Erstickte+Stimmen%93+/ finden Sie eine Rezension zu unserem Kölner Konzert "Erstickte Stimmen", das am 28. Januar 2018 in der Trinitatiskirche Köln stattgefunden hat. Es wurde anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus veranstaltet und widmete sich Komponisten, deren Werke im Nationalsozialismus nicht gespielt werden durften.