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Divino Claudio! - Komponistenporträt

Samstag, 29. September 2018, 20 Uhr
Gemeindeforum Auerberg, Helsinkistraße 4, 53117 Bonn

"Divino Claudio!" Komponistenporträt Claudio Monteverdi
Geistliche Musik, Madrigale, Opernszenen, Briefe des Komponisten sowie zeitgeschichtliche Dokumente

Cruda Amarilli (Madrigal aus "Il quinto libro de Madrigali", 1605)
L'Orfeo (Prolog und Beginn 2. Akt der ersten erhaltenen Oper, 1607)
Lamento d'Arianna (aus der weitgehend verschollenen Oper "L’Arianna", 1608)
Ave maris stella (Marien-Hymnus aus "Vespro della Beata Vergine", 1610)
Vago augelletto (Madrigal aus "L'ottavo libro de madrigali", 1638)
L'incoronazione di Poppea (Abschiedsszene der Ottavia aus der letzten Oper, 1643)
Zefiro torna (Madrigal aus dem Nachlass, veröffentlicht 1651)

Vokalsolisten des Bach-Vereins Köln
Jugendchor der Lukaskirche Bonn
Auerberger Kantorei

Annette Wehnert und Marika Apro-Klos, Violine
Klaus-Dieter Brandt, Cello
Michael Dücker, Laute

Susanne und Ludwig Egener, Rezitation

Thomas Neuhoff, Cembalo/Orgel und Gesamtleitung

Eintritt frei!

"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)


Claudio Monteverdi, der schon zu Lebzeiten von seinen Bewunderern "Il divino Claudio", der "göttliche Claudio", genannt wurde, gilt bis heute als Schlüsselfigur des Stilwandels in der Musik um 1600, als eigentlicher Schöpfer der Oper und als einer der bedeutendsten Vertreter der Madrigalkunst überhaupt. Aus Anlass seines 375. Todestags zeichnet der Bach-Verein Köln in Kooperation mit der Lukasgemeinde Bonn ein facettenreiches Porträt jenes mutigen musikalischen Erneuerers, der (nicht nur) das Madrigal als Experimentierplattform für eine neue Form des Textausdrucks und der Gefühls- und Affektdarstellung nutzte und dafür die bis dato verbindlichen Regeln des Tonsatzes überschritt, ja ignorierte. Geistliche Werke, ergreifende Opernszenen und sinnliche Madrigale, dazu Briefpassagen und zeitgeschichtliche Dokumente erlauben einen umfassenden Einblick in die Komponier- und Denkweise des "Ahnherrn aller Musikdramatiker" und in seine einzigartige Fähigkeit, zwischen den vermeintlich unvereinbaren Gegensätzen des alten und neuen Stils musikalisch zu vermitteln.